Infos

Allgemeines

Das Spielgerät, der so genannte „Eisstock“ besteht aus dem Körper, der Laufsohle (Platte) und dem Stiel.
Gespielt wird auf einen Hartgummi-Puck von 12 cm Durchmesser, auch Daube genannt. Die Daube ist ein im Zielfeld beweglicher Zielgegenstand.
Das Zielfeld misst 3 x 6 m, in deren Mitte sich das Daubenkreuz befindet. Die Entfernung des Spielers zum Zielraum beträgt 25 m.64_g

 

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Begriffe im Stocksport

Mass Beim Massen versucht der Spieler, den Stock so nah wie möglich an die Daube zu spielen. Oft wird auch verlangt, an andere Positionen zu Massen.

Schiessen Der Spieler versucht mit seinem Stock den eines Gegners von der Daube weg oder besser noch ganz aus dem Zielfeld zu schiessen.

Aufgeben Es wird versucht mit dem eigenen Stock den eines Teamkollegen zu treffen und diesen Stock somit näher zur Daube zu schieben.

Anstehen Der eigene Stock wird in die Richtung eines zweiten Stockes geschoben um dann an diesem zum Stillstand zu kommen. Anstehen wird zum Bremsen oder Schützen des eigenen Stockes verwendet.

Bandeln Kann nicht mit dem Auge entschieden werden, welcher Stock näher an der Daube liegt werden die Entfernungen der Stockkörper zur Daube mit einem Maßband gemessen.

 

Spielablauf

Beim Eisstockschießen spielen zwei Moarschaften mit meist vier Spielern gegeneinander. Ziel des Spiels ist es möglichst viele seiner Stöcke näher zur Daube zu platzieren als der beste Stock des Gegners.

Wird die Daube aus dem Zielfeld geschossen, so wird sie wieder auf das Mittelkreuz des Zielfeldes gelegt, auf dem sie zu Beginn des Spieles bzw. jeder Kehre (ein Durchgang) zu liegen hat.

Eine Kehre ist ein Teilabschnitt des Spiels. Ein Spiel hat insgesamt 6 Kehren. Eine Kehre ist dann beendet, wenn beide Mannschaften in einer Schussrichtung alle Eisstöcke gespielt haben.

Erreicht ein Eisstock der anschießenden Mannschaft das Zielfeld und bleibt in diesem stehen, schießt die gegnerische Mannschaft nach. In der Folge muss dann eine Mannschaft solange nachschießen, bis sie mit einem ihrer Stöcke die Bestlage zur Daube erreicht hat.

Für ein besseres bzw. optimales Ergebnis ist es aber nötig, dass nach Beendigung der Kehre zwei, drei oder gar alle Stöcke der eigenen Mannschaft näher zur Daube liegen als der beste Stock des Gegners.

 

Wertung

Zur Wertung zählt am Ende der Kehre der Stock der der Daube am nächsten ist mit 3 Punkten.

Jeder weitere Stock der gleichen Mannschaft, der ebenfalls näher zur Daube steht, als der beste Stock des Gegners, erhält 2 weitere Punkte

Insgesamt sind also von einer Mannschaft pro Kehre maximal 3 + 2 + 2 + 2 = 9 Punkte zu erzielen.

Spielsieger ist diejenige Mannschaft, die in den 6 einzelnen Kehren die höchste Gesamtstockpunktzahl erreicht hat. Bei gleicher Stockpunktsumme endet das Gesamtspiel unentschieden.

 

Sportgerät

Wie in den meisten Sportarten gibt es auch beim Eisstockschießen für verschieden Spielbeläge und schnelligkeitsstufen verschiedenes Material.

Oben sind Platten für Asphalt (Sommerlaufsohlen) und unten sind Platten Eis (Winterlaufsohlen)

Die Laufplatten sind in verschiedene Härtegrade (auch Shore genannt) unterteilt.

Sie werden immer mit einer Nummer und den Zusätzen „s“ für schnell, „m“ für mittelschnell oder „l“ für langsam gekennzeichnet. Je höher die Nummer der Platte, umso langsamer und zäher ist diese zu spielen.

Ebenso sind auch Farbangaben wie „orange Platte“, „gelbe Platte“ oder „blaue Platte“ gebräuchlich.

Manche Schützen wechseln ihre Platten je nach Bedarf ob nun „gemasst“ oder „geschossen“ werden soll. Massplatten sind in der Regel strenge, langsame Platten. Schussplatten sind schnelle Platten um möglichst viel Bewegungsenergie auf den Zielstock zu übertragen.

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Sommerlaufsohlen

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Winterlaufsohlen

 

Stiele

Der wichtigste Teil des Sportgerätes für einen Schützen ist ein passender Stiel.

Aus diesem Grund gibt es verschiedenste Modelle auf dem Markt.

Ob Griffform, Länge oder Material – alles ist individuell anpassbar.

 

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Stockkörper

Die Stockkörper gibt es in 4 verschiedenen Gewichtsklassen und mit unterschiedlichen Schwerpunkten (hoch, mittel, tief).

Bei Farbe bzw. Lackierung sind der Fantasie des Schützen keine Grenzen gesetzt.

 

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